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Job verloren? So finden Sie trotz Corona-Krise eine neue Führungsposition.

MAN, Continental, Lufthansa, Schaeffler – das sind nur einige namhafte Unternehmen, die einen großen Mitarbeiterabbau angekündigt haben. Dieser Abbau wird auch Führungskräfte treffen. Was können Sie tun, wenn auch Sie ein „Corona-Opfer“ sind? Wie können Sie sich in der Masse der Jobsucher so hervorheben, dass Sie anderen Bewerbern bevorzugt werden? Was können Sie tun, um immerhin zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden? Wie können Sie die Führungspositionen aufdecken, die nicht offen ausgeschrieben sind?

>> Die Bedingungen sind schwierig(er).

Ob alle Entlassungen wirklich durch Corona ausgelöst wurden, bezweifeln wir. Viele Klienten berichten uns, dass es ihrem Unternehmen schon vor Corona schlecht ging, manchmal sogar schon seit Jahren. Corona ist also oftmals nur ein Beschleuniger für Entlassungen, nicht die tatsächliche Ursache. Und so erwischt es nun einige Manager später als erwartet, aber alle im selben Zeitraum. Hinzu kommen die anderen Manager, die tatsächlich in den besonders gebeutelten Branchen arbeiten. Sie alle sind jetzt gezwungen einen neuen Job unter schwierigen Bedingungen zu suchen.

Normalerweise brauchen unsere Klienten durchschnittlich sechs bis acht Monate, bis sie eine neue Führungsposition gefunden haben. Und dabei konnten viele Manager zwischen zwei bis drei Verträgen auswählen und bei demjenigen Unternehmen unterschreiben, das ihren Suchkriterien wie Region, Branche, Funktion, Gestaltungsspielraum und Gehalt am besten entspricht. Diese Normalität ist seit Corona weg. Auch wenn unsere Klienten weiterhin Führungspositionen finden, so ist der Ablauf anders geworden. Die bislang üblichen Präsenzgespräche werden sehr oft durch Videokonferenzen ersetzt, die Auswahlprozesse dauern Wochen, manchmal sogar Monate länger oder werden sogar mittendrin auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Die Entscheider zögern, bei der unsicheren Wirtschaftssituation neue Manager einzustellen. Hinzu kommt die Sorge, in dieser besonderen Krise die falsche Führungskraft einzustellen.

Einige namhafte Personalberater schätzen, dass erst im ersten Quartal 2021 mit einer Belebung des Arbeitsmarktes zu rechnen sei, insbesondere in den stark betroffenen Branchen wie Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrt, Tourismus. Zudem senden sie das Signal, dass Bewerber mit Gehaltseinbußen oder zumindest keiner Gehaltssteigerung rechnen müssen. Andere Personalberater kämpfen ums Überleben, weil jegliche Aufträge ausbleiben. Umgekehrt verzichten Unternehmen auf die Beauftragung eines Personalberaters, um die Suchkosten für Manager zu reduzieren und versuchen selbst zu rekrutieren.

Denn durch die „Corona- Entlassungen“ sind noch mehr Bewerber auf dem Markt als zuvor. Und keineswegs die schlechten. Das Angebot an Managern ist folglich für die nächsten Monate größer als die Nachfrage. Schwierige Bedingungen, wenn Sie sich gerade jetzt nach einer neuen Führungsposition umsehen müssen.

>> Die richtige Vermarktung ist jetzt umso wichtiger!

„Kopf in den Sand stecken“ und jammern hilft Ihnen nicht weiter. Das Warten auf den Anruf eines Personalberaters auch nur für möglich zu halten, beinahe fahrlässig. Die Hoffnung, dass im persönlichen Netzwerk etwas „zu holen“ sei, ist vermutlich unrealistisch. War das persönliche Netzwerk schon vor Corona nicht besonders ergiebig, wird Ihnen aktuell dort noch weniger „ins Netz gehen“. Das Bewerben auf Stellenanzeigen ist aus unserer Sicht in der jetzigen Situation fast aussichtslos.

Schon vor Corona galt: circa 80 Prozent der vakanten Managementpositionen sind nicht öffentlich – also in Stellenanzeigen – ausgeschrieben, sondern werden intern, über einen Headhunter durch Direktansprache von potenziellen Kandidaten oder durch Reaktion von Unternehmen auf eine Initiativbewerbung besetzt. Besetzbare Führungspositionen zu finden, ist also seit dem Ausbruch von Corona noch schwieriger geworden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass Sie die „verdeckten“ Positionen finden.

Um diese „verdeckten“ Führungspositionen zu finden, ist die Methode der Zielgruppenkurzbewerbung, also die gezielte Direktansprache einer großen Anzahl von Unternehmen und deren Entscheidern am besten geeignet. Aus unserer bis heute gültigen Beratungserfahrung führt genau dieses Vorgehen nach wie vor zu Gesprächen für mehrere konkrete Führungspositionen und schließlich einem unterschriftsreifen Vertrag, wenn auch aktuell nicht unbedingt zu einer Auswahl zwischen mehreren Angeboten, auch wenn dies trotzdem noch manchmal gelingt. Denn wer in das Rennen um eine verdeckte Managerposition geht, bringt sich oft in die – auch psychisch – komfortable Situation, einer unter wenigen Bewerbern zu sein.

>> Ihr Profil muss stimmen.

Schon immer interessiert sich ein Unternehmen bei seiner Auswahlentscheidung für Führungskräfte für die Erfolge, die Sie in vergleichbaren Positionen errungen haben und nur nachrangig für Ihre Titel, Diplome und die meist selbstgeschriebenen Zeugnisse. Unternehmen wollen sehen, was Sie bewegt und erreicht haben, welchen messbaren Nutzen Sie gestiftet haben. Nur Ihre tatsächlich erzielten Erfolge geben den Unternehmensentscheidern das gute Gefühl, den Richtigen oder die Richtige einzustellen.

Um die negativen Auswirkungen der aktuellen Krise – wie stark sinkenden Auftragseingang bei wachsendem Preiswettbewerb und höheren Außenhandelsbarrieren – möglichst klein zu halten, sind meist schnell greifende Restrukturierungen mit Kostensenkungen durchzuziehen. Das allein schöpft in vielen Fällen das Potenzial jedoch nicht aus. Bekanntermaßen liegen in Krisen auch Chancen, um neues Wachstum zu schaffen, möglichst sogar Marktanteile zu gewinnen. Stellen Sie also Ihre Erfolge dar, sowohl die in Krisensituationen als auch in Expansionsphasen erzielten! Weisen Sie konkret nach, wo Sie wie Kosten gesenkt, Restrukturieren durchgeführt und neues Wachstum geschaffen haben. Zeigen Sie, wie Sie Krisen in der Vergangenheit bewältigt und daraus neue Potenziale genutzt haben – idealerweise mit konkreten Erfolgen in Euro und Prozent.

Wir empfehlen Ihnen, was wir vielfach in der Praxis erprobt haben: Verschicken Sie keine CVs kurz wie Visitenkarten, aber auch keine dicken Bewerbungsmappen. Schicken Sie genau die Informationen, die für den ersten Eindruck beim Entscheider wichtig sind und den Impuls auslösen, weiterzulesen und Sie einzuladen. Wir sind erfolgreich mit einem vierseitigen Profil, bestehend aus einem zweiseitigen Kurzlebenslauf und einer zweiseitigen Übersicht zu Erfolgsbeiträgen.

>> Seien Sie mutig!

Je mehr Unternehmen Ihrer Zielgruppe Sie anschreiben, desto größer ist Ihre Ausbeute. Gerade auf der Ebene der Führungskräfte, wo der Arbeitsmarkt sowieso „enger“ ist, müssen Sie an noch mehr Türen klopfen. Geben Sie mit einem seriösen, erfolgsorientierten Profil bekannt, dass Sie ansprechbar für interessante Positionen sind. Mit einer zielgruppenspezifischen Kurzbewerbung können Sie mit überschaubarem Aufwand Ihre gesamte Unternehmens-Zielgruppe erreichen. Dazu gehört auch, dass Sie über Ihren „Branchen-Tellerrand hinausschauen“. Auch wenn Corona in einigen Branchen zur verstärkten Tendenz führt, lieber Brancheninsider einstellen zu wollen: viele Unternehmen reagieren doch anders, wenn sich jemand initiativ aus angrenzenden oder weiter entfernten Branchen meldet. Und viele Unternehmen, die ernsthaft Digitalisierung und Transformation verfolgen, suchen sogar bewusst Quereinsteiger, die Transfers aus anderen Branchen leisten können.

Und bei allen wirtschaftlichen Verwerfungen und Risiken, die wir derzeit erstmals in 18jähriger Praxis erleben, gibt es einige Branchen, die aus der Corona-Krise als Gewinner hervorgehen und händeringend Managementunterstützung suchen. Klopfen Sie auch dort einmal an die Tür. Jede Tür, die sich öffnet, ist eine Chance.

Mit welchen erfolgsorientierten Unterlagen Sie sich als Führungskraft erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt bewerben, lesen Sie in der deutlich erweiterten 2. Auflage unseres Buches „Die CEO-Bewerbung“. Und wenn die Tür zum persönlichen Gespräch offen ist, geht es weiter mit unserem neuen Fachbuch „Die CEO-Auswahl – Die drei Hürden zur neuen Verantwortung und wie Sie diese meistern“. Mehr über die Methode der zielgruppenspezifischen Initiativbewerbung erfahren Sie auch hier.